Planung 2014

Die Planung “meines” Weges begann im Januar nach dem Film “Die Pilgerin”. Nach der Ausstrahlung der Bestseller-Verfilmung  wurde eine Dokumentation gesendet, eine wundervolle Homage an den Weg – leider aus der Mediathek entfernt. Als ich diesen Film sah wusste ich: Das muss ich machen!

Am ersten Arbeitstag im neuen Jahr 2014 erzählte ich einem Kollegen von meinem Vorhaben. Der sagte: Prima – ich habe das auch schon gemacht! Boah, habe ich da gestaunt und natürlich ein wunderbares “Opfer” gefunden für 1000ende Fragen.

Wie kann es sein, dass ein Gedanke während einer Fernsehsendung mich so sehr in seinen Bann zieht. Ich kann an nichts anderes mehr denken, warum kommt mir jetzt diese Idee – es ist als ob etwas passiert, das vorbestimmt war. Dann soll es so sein!

Aber – wie komme ich überhaupt nach SJPdP? Ich stellte fest, dass der Weg schon hier beginnt, ganz früh, bei der Planung. Man bekommt die Anreise nicht auf dem Tablett serviert, da gibt es einige Möglichkeiten und ich musste herausfinden, welche Anreise für mich infrage kommt.

Meine Ergebnis sah dann so aus: ICE von Frankfurt nach Paris – dort wird der Bahnhof gewechselt – vom Bahnhof Montparnasse geht es nach Bayonne am Atlantik. Dort eine Übernachtung im Hotel und am nächsten Morgen mit der kleinen Bahn hoch in die Berge nach SJPdP. Den Rückweg plante ich per Flieger von Santander aus (Ryanair).

Jetzt musste ich abwarten, die Bahn (ICE und TGV) kann man frühestens 3 Montage vor Abreise buchen, den Flieger konnte ich früher buchen.

Was macht man bis zum Urlaubsbeginn? Einkaufen – und man benötigt ja auch einiges. Zuerst einmal gute Schuhe, die kamen an erster Stelle, weil ich sie einlaufen wollte. In diesem Fall wollte ich mich gut beraten lassen und ging in einen Outdoorladen in Mainz. Das erste Paar, für das ich mich entschied, habe ich mit heimgenommen und einen halben Samstag lang in der Wohnung getragen. Nein, die waren nicht gut für mich, ich habe sie zurückgebracht und ein anderes Paar mitgenommen. Die waren richtig, ich entschied mich für die Marke Loma, Modell Renegade (170 Euro), es sind hohe, leichte Schuhe, in denen ich genug Platz habe.

Dann kam der Rucksack, hier wollte ich nicht so viel Geld ausgeben und entschied mit für einen Fox 40 von Deuter (80 Euro). Ich hatte mir ein Limit von 8 kg für meinen Rucksack vorgenommen, das musste alles in diesen Rucksack passen.

In einer Ecke meiner Wohnung sammelte ich in den nächsten Wochen alle Dinge, die ich während meiner Reise brauchen würde (Wanderschuhe, Trekkinghose, Laufshirt, Fleecejacke habe ich getragen):

Packliste: Schlafsack (Trekking Schlafsack Forclaz 10° von QUECHUA 22,90 €), 1 halblange Baumwollhose, 1 ärmelloses Top, 1 Fleecejacke, 1 Regenjacke mit Kapuze, 2 x Schlüpfer, 2 x Bustier, 1 Bluse, 1 x Plastikschuhe, 2 x Socken, Shirt und Leggins für nachts, 1 Handtuch, 1 Regenüberzug f.d. Rucksack, 1 x Trekkingstock, 1 Stirnlampe, 1 Taschenmesser, 1 kl.Regenschirm, 1 Bauchtasche, Kernseife, Zahnbürste, Zahnpasta, Sonnenschutzcreme, div. Ladekabel, Fotoapparat, Ebook-Reader, etwas Kordel, mind. 10 Sicherheitsnadeln,

Anmerkung zur Packliste:

Mein Schlafsack war evtl. falsch ausgesucht, er ist zwar leicht aber trotzdem voluminös, er nahm viel Platz in meinem Rucksack ein. Dafür hält er warm, ist also eher für kühlere Temperaturen geeignet. Im frühen September war das nicht nötig und ich hatte ja auch Shirt und Leggins für nachts. Also hätte es ein Seidenschlafsack auch getan, der viel weniger Platz im Rucksack einnimmt. Andererseits weiß ich von meinen Pilgerfreunden, die weitergelaufen sind als ich Schluss machte, dass es ab ca. Mitte September ziemlich kalt wurde, die haben dann in ihren Seidenschlafsäcken gefroren, dann wäre meiner vielleicht doch der Richtige gewesen… ??? Ich glaube dass man meinen Schlafsack evtl. außerhalb des Rucksackes anbringen könnte, dann hätte ich das Platzproblem gelöst und würde nicht frieren.

Ich hatte ein aufblasbares Kissen mitgenommen, da ich nicht wusste, wie die Kopfkissen in den Herbergen beschaffen sind. Ich hasse diese großen dicken Kopfkissen, war deshalb um so mehr überrascht, dass es überall genau die richtigen Kopfkissen für mich gab, Größe 80×40.

Ich hatte ein Mikrofaser-Handtuch mitgenommen, dass ich vor ein paar Jahren gekauft hatte. Unterwegs bemerkte ich, dass sich hier in den vergangenen Jahren einiges getan hat. Die heutigen Tücher sind viel dünner… für den nächsten Teil des Weges werde ich mir ein neues Handtuch kaufen.

Die Sicherheitsnadeln sind sehr begehrt, mir wurden zweimal welche von der Leine gemopst.

Mit Kernseife wäscht es sich prima, sie ist leicht auswaschbar und sehr ergiebig, ich kaufe keine Tuben mehr!

Hier geht es los…