Villafranca > La Faba

Am Morgen des 19. Juni um 6.00 Uhr geht es wieder los, wir gehen bis Ruitelan, machen dort eine Pause und beginnen den Aufstieg. Zuerst noch gemäßigt wird es bald sehr steil! Wir gehen an vielen Brunnen vorbei, die Straße wird irgendwann zu einem Waldweg mit vielen großen Steinen.

An einer Ecke steht ein Pavillon und eine junge Frau empfängt uns dort, sie verkauft kalte Getränke gegen eine Spende. Wir genehmigen uns eine kalte, köstliche Fanta und die Frau beginnt zu erzählen. Sie ist aus Uruguay, ihre Mutter ist im Alter von 10 Jahren mit ihrer Familie dorthin ausgewandert, die Mama ist heute 65 Jahre alt. Die junge Frau hat zwei Söhne und lebt abwechselnd in Malaga und hier, ist von Beruf Köchin. Ich würde mich gerne weiter mit ihr unterhalten aber ihr Englisch ist so schlecht wie mein Spanisch…

Sie macht uns Mut, der vor uns liegende Teil des Weges wäre nicht mehr so steil – es ist glatt gelogen! Wir kommen völlig kaputt in La Faba an, dort gibt es eine von Deutschen geführte Herberge. Rucksäcke in die Warteschleife und erstmal am Schlauch Gesicht kühlen. Wir beziehen auf Kommando unsere Betten und gehen erstmal essen, in einer Bar gibt es einen leckeren Makkaroniauflauf, dort kaufe ich mir endlich auch einen Hut gegen die Sonne und den Schweiß, der mir immer in die Augen läuft.

Am nächsten Morgen um 6 Uhr machen wir uns an den weiteren beschwerlichen Aufstieg, es geht über La Laguna nach O Cebreiro und dann nach Filloval, wo ein Hostal auf uns wartet.

Zwischen La Laguna und O Cebreiro befindet sich der Grenzstein, ab dem man sich in Galizien befindet.

Bis hier habe ich Tagebuch geschrieben, dann hatte ich keine Lust mehr, leider – von heutiger Sicht aus gesehen – …

Aber ich habe ja die Bilder und meine Erinnerungen!

La Faba > O Cebreiro > Filloval